Parallel zu einer Vorlage der Verwaltung stellte die SPD-Fraktion den Antrag, den Ortschaftsrat umfassend über die geplante Pflegekonzeption zu informieren. 

Der Arbeitstitel „Dorfblütenkonzept“  meint eine dezentrale Pflegekonzeption im ländlichen Raum, die in der Lage ist, möglichst viele Betreuungsangebote je nach Bedarf anzubieten. Für unsere Bergdorfregion mit ihren fünf Stadtteilen bedeutet dies, dass in jedem Stadtteil wohnortnah eine spezifische Betreuungseinrichtung angeboten werden soll. Dabei gilt der Grundsatz, die persönliche Autonomie der Seniorin/des Seniors zu fördern und zu unterstützen. Folgende Betreuungsformen sind dabei angedacht:

  • Ambulante Pflege
  • Betreutes Wohnen
  • Ambulante Wohngemeinschaften
  • Stationäre Versorgung
  • Tagesstrukturierung

Diese Liste muss noch ergänzt werden um eine Tages- und eine Kurzzeitpflegeeinrichtung.

Auf Grund des wohnortnahen und zugleich sehr variablen Betreuungsangebots halten wir diese Konzeption insgesamt für zeitgemäß, da die spezifischen Bedarfe der Betroffenen berücksichtigt werden.  Die Pflege und die Betreuung  unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen auf den Grundwerten der Wertschätzung, der Achtung und der Nächstenliebe beruhen.

Alle Einrichtungen in den Sozialbereichen unserer Gesellschaft müssen finanziert werden und sollen sich kostenmäßig auch tragen. Private wie öffentliche  Investoren erwarten, was legitim ist, marktübliche Renditen,  was nur zu verständlich und ökonomisch geboten ist. So steht es sinngemäß auch in dem Konzeptionspapier. Wir von der SPD-Fraktion sehen hier zwei Seiten einer Medaille. Renditeerwartungen einerseits und soziale Verantwortung andererseits dürfen sich nicht ausschließen. Eine qualifizierte Betreuung und eine gute Pflege dürfen nicht von den individuellen Vermögensverhältnissen des/der einzelnen Betroffenen abhängig sein. Dies gilt umso mehr, als alle amtlichen Statistiken und die Sozialversicherungsträger vor einer künftigen Altersarmut  warnen. Auch bei der Umsetzung des Dorfblütenkonzeptes, so die Auffassung der SPD-Fraktion,  müssen die Prinzipien der gesellschaftlichen Verantwortung für die ältere Generation gelten.

Peter Hepperle, Fraktionsvorsitzender

Kontakt zur SPD-Fraktion:    Peter Hepperle  
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