Gemäß dem Wunsch der Eltern bei der Veranstaltung am 21. April 2015 fand am 14. Oktober 2015 im Nebenzimmer des TSV Palmbach (Waldenserschänke) eine Folgeveranstaltung statt, die die Kita-Situation in unseren Ortsteilen thematisierte. 

Bürgermeister Dr. Martin Lenz und Mirja KinunnenHauptreferenten waren der zuständige Bürgermeister, Dr. Martin Lenz, sowie die zuständige Dezernatsleiterin, Frau Mirja Kinunnen, die über die zwischenzeitlich eingetretenen Entwicklungen und die daraus resultierenden Veränderungen informierten. 

Klaus-Peter Kollmer, Daniela Helfert und Peer Giemsch (von links)Der Vorsitzende der SPD Wettersbach, Horst Weiland, konnte neben interessierten Eltern und Parteimitgliedern auch den Geschäftsführer von „Pro Liberis eGmbH“ (die u. a. den Kindergarten „Zur Dorfwies“ betreibt), Herrn Peer Giemsch, die Leiterin der Kita im Pavillongebäude der alten Heinz-Barth-Schule, Frau Daniela Helfert, sowie den Erzieher Klaus-Peter Kollmer begrüßen.

Dr. Martin Lenz gab in seiner Einführung einen kurzen Überblick über die gesamtstädtische Versorgungssituation und führte aus, dass im Stadtgebiet Karlsruhe inzwischen insgesamt ein Versorgungsgrad von ca. 50% aller ü3- und u3-Kinder erreicht wurde. Dies ist bundes- wie landesweit ein Spitzenwert, der allerdings noch nicht alle Engpässe beseitigt. Auch in Wettersbach bestehen noch nicht abgedeckte Bedarfe hinsichtlich von Kita-Plätzen.

Frau Kinnunen führte aus, dass im Oktober 2015 eine zweigruppige Kindertagesstätte im Pavillongebäude der Heinz-Barth-Schule als Provisorium den Betrieb aufnahm, während in den nächsten zwei Jahren das Stammgebäude grundlegend saniert und umgebaut wird. Mit Sanierungs- und Umbaukosten von über 2 1/2 Millionen Euro ist zu rechnen. Ein ansehnlicher Betrag, zumal in den Ausbau der Kita von St. Thomas in Grünwettersbach bereits 1,4 Millionen investiert wurden. Diese Investitionen für eine bessere Kinderbetreuung wurden erst möglich durch den erhöhten Zuschuss der Grün/Roten Landesregierung, die eigens zur Finanzierung solcher Maßnahmen kurz nach der Regierungsübernahme in Stuttgart die Grunderwerbsteuer erhöht hatte. Zum Kindergartenjahr 2017/2018 soll dann im alten Schulhaus in der Dorfwies eine 4-gruppige Kita einziehen, die ebenfalls von „Pro Liberis“ betrieben werden wird. Dies wird eine spürbare Entspannung in Wettersbach bringen.

Im Verlauf der Veranstaltung stellten Herr Giemsch und Frau Helfert das organisatorische und pädagogische Konzept ihrer Arbeit vor. Dabei sind folgende Eckpunkte bemerkenswert:

-         Im Provisorium werden zwei altersgemischte Gruppen
          mit je 15 Kindern (davon je 5 Kinder u3) gebildet

-         Die Öffnungszeiten liegen zwischen 07.00 Uhr und 17.00 Uhr

-         Die Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt
          der pädagogischen Arbeit

-         Natur- und Waldpädagogik

-         Inklusion (Integration von Kindern mit Handicap)

-         Kooperation mit allen Institutionen in unseren Stadtteilen.

Interessierte Eltern können sich mit ihren Fragen jederzeit an die Kita-Leitung von Pro Liberis in der Dorfwies wenden, ergänzte Herr Giemsch seine Ausführungen.

Nach den interessanten Debatten und Anregungen von Besuchern der Veranstaltung wird sich auf Anregung von Bürgermeister Dr. Martin Lenz ein öffentlicher „Kita-Wettersbach-Gesprächskreis“ gründen, der im Frühjahr 2016 tagen wird. Bis dahin soll die weitere Entwicklung der Kita-Situation in Wettersbach beobachtet werden, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu diskutieren. Diese sollen dann der Verwaltung und den politischen Gremien vorgeschlagen werden. Bereits heute werden die betroffenen Eltern gebeten, sich an dieser Debatte zu beteiligen.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Ortschaftsratsfraktion, Peter Hepperle, zeigte sich zufrieden bezüglich der Ergebnisse und Zielvereinbarungen dieser Veranstaltungen und dankte allen Beteiligten für die engagierte Diskussion.