Vom Grüncontainer zum Kompost

So lautete das Thema des Ausflugs zur Kompostierungsanlage in Knielingen. Die interessierten Kleingärtner/innen fuhren in Fahrgemeinschaften mit Privat-Pkws zur Kompostierungsanlage, um sich vor Ort zu informieren, wie ihre Grünabfälle zur Kompost werden.

Herr Michael Thom vom Amt für Abfallwirtschaft empfing die Besucher aus Wettersbach und führte sie durch die 3 ha große Anlage. Mit unendlicher Geduld und großem Sachverstand ging er auf die vielen Fragen zur Verarbeitung der Grünabfälle und die Kompostierung ein. In vielen Fragen klang die Sorge mit, dass der Kompost belastet und deshalb für den Gemüsegarten möglicherweise ungeeignet sein könnte. Aber all diese Bedenken konnte Herr Thom schnell und überzeugend ausräumen. Weder Klärschlamm noch sonstige belastete Stoffe werden dem Kompost zugeführt. Die Kompostierung wird vom Amt für Abfallwirtschaft ständig kontrolliert und überwacht; außerdem wird sie von einem fremden Labor beprobt und analysiert. Sie halten alle Richtwerte der Bioabfallverordnung und der Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. ein.

Nach der Anlieferung werden die Grünabfälle zunächst händisch von „Störstoffen“ (z. B. Kunststoffsäcke) befreit und dann mittels Häcksler zerkleinert und anschließend in großen Mieten abgelagert. Alle 4 bis 5 Wochen wird das Material, das sich während dieser Lagerung auf natürliche Weise auf 60 bis 70 Grad erhitzt, umgesetzt. Nach 5 bis 7 Monaten ist der Kompost fertig.

Zuvor wird er aber noch mittels Trommelsiebmaschine abgesiebt, damit er von restlichen größeren Holzstücken befreit wird. Jetzt steht der kostenlosen Abholung durch Privatleute bzw. der Anlieferung an unsere Wertstoffstation nichts mehr im Wege.

Am Ende der Info-Veranstaltung waren sich die Teilnehmer/innen einig, dass es ein interessanter und lohnender Ausflug war.