Verschneite Landschaft, eisige Temperaturen, glatte Straßen und wegen der am Straßenrand angehäuften Schneemassen kaum Parkmöglichkeiten, das waren die äußeren Bedingungen für das diesjährige Neujahrstreffen der SPD Wettersbach. Unter diesen Voraussetzungen war man skeptisch, ob das Neujahrstreffen auf Einladung von SPD Wettersbach und der SPD- Fraktion im Ortschaftsrat genügend Zuspruch erfahren würde. Es zeigte sich aber schnell, dass die Bedenken unbegründet waren. Die meist selbstgebackenen leckeren Kuchen, die es erfahrungsgemäß beim Neujahrstreffen gibt, waren für viele wohl verlockender als die für einige abschreckenden Wetterbedingungen. Und so war das Treffen auch in diesem Jahr wieder eine gut besuchte Veranstaltung. Vor der Eröffnung des Kuchenbuffets hatten die Besucher Gelegenheit, bei einem Glas Sekt oder Saft noch einige Worte und Neujahrswünsche auszutauschen.

 

Nachdem sich alle Gäste begrüßt und mit Kaffee und Kuchen versorgt hatten, hieß der Vorsitzende des Ortsvereins, Horst Weiland, die Gäste nochmals offiziell willkommen. Wie üblich, waren der Einladung erfreulicherweise nicht nur Parteimitglieder der SPD gefolgt. Die Liste der Ehrengäste führte in diesem Jahr unser Landtagsabgeordneter Johannes Stober an. Auch sein Amtsvorgänger, MdL a. D. Günther Fischer, kam mit Gattin zum Neujahrstreffen. Vom Karlsruher Rathaus war der Nachfolger vom Ersten Bürgermeister Harald Denecken, Bürgermeister Dr. Martin Lenz, nach Wettersbach gekommen. Leider war unser Ortsvorsteher in diesem Jahr wegen eines auswärtigen Termins verhindert. Nicht verhindert war seine Kollegin aus Hohenwettersbach. „All in One“ begrüßte Horst Weiland Elke Ernemann aus Hohenwettersbach in ihrer Eigenschaft als Ortsvorsteherin, Stadträtin und SPD- Ortsvereinsvorsitzende. Ortschaftsrat Tino Huber überbrachte Grüße und gute Wünsche von der SPD Wolfartsweier.

Nach Begrüßung der Gäste und einem Rückblick auf das „Superwahljahr“ 2009 ging Horst Weiland kurz auf die aktuelle politische Lage nach Bildung der neuen Bundesregierung ein. Erst jetzt werde vielen bewusst, was in der großen Koalition z. B. von den SPD- Ministern Steinbrück (Finanzen) und Steinmeier (Außen) für eine geräuschlose, solide und erfolgreiche Arbeit geleistet wurde. Inzwischen streiten sich Mitglieder der seit drei Monaten im Amt befindlichen neuen schwarz/gelben „Wunschkoalition“ wie die Kesselflicker. Die FDP will ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage ihr unseriöses Wahlversprechen mit milliardenschweren Steuersenkungen, hauptsächlich für ihre Klientel der Besserverdienenden, einlösen. Vorschläge, wie die Steuerausfälle im Bund, in den Ländern und bei den Gemeinden finanziert werden können, bleiben aus. Die Proteste und Bedenken von Opposition, Wissenschaft, der Kommunen und selbst von hochrangigen Vertretern aus der eigenen Koalition werden ignoriert. Bis zur LT- Wahl im Mai in NRW werden die Debatten wohl anhalten, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht. Deshalb ist es nicht überraschend, wenn jetzt nach dem „dritten Neustart“ der Regierung auch von führenden Funktionären der Koalition mehr Führung von der Kanzlerin gefordert wird. Nach solchen „Steilvorlagen“ aus der Koalition müsse die SPD ihre neue Aufgabe als Opposition deutlicher wahrnehmen, so Horst Weiland am Ende seines Ausflugs in die Bundespolitik.

Zum Schluss seiner Rede machte der Ortsvereinsvorsitzende noch einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2010 und wünschte allen Gästen und Mitgliedern nochmals ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Mitgliedern und Gästen für die wieder zahlreich mitgebrachten leckeren Kuchen sowie für die Geldspenden.

Hieran anschließend sprach der Vorsitzende der SPD- Fraktion im Ortschaftsrat, Peter Hepperle, einige Worte zu den kommunalpolitischen Themen vor Ort und überbrachte auch namens der SPD- Fraktion die besten Wünsche für die Wettersbacher Mitbürger/innen. Abschließend bat er die Besucher, mit ihren Fragen, Anregungen oder kommunalpolitischen Anliegen auch im neuen Jahr vertrauensvoll auf die Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte der SPD zuzugehen.

Schließlich wandte sich noch Bürgermeister Dr. Martin Lenz mit einem kurzen Grußwort an die Anwesenden und ging dabei als „Schulbürgermeister“ auch auf die Problematik der Hauptschulen ein.

Nach diesen Reden gab es noch genügend Gelegenheit zum Gespräch über politische und unpolitische Themen, die die Besucher gerne nutzten. Inzwischen waren auch die „Heißen“ fertig, die sich mit einem Bier oder Glas Wein guten Zuspruchs erfreuten.