Ein gewichtiger Tagesordnungspunkt in der letzten Ortschaftsratssitzung war die Vorstellung der aktuellen Planung des Radwegs entlang der L623 zwischen Wolfartsweier und Grünwettersbach. Dieser künftige Radweg, der für beide Richtungen angelegt sein wird, soll in der Zukunft für alle Verkehrsbeteiligten für ein Mehr an Sicherheit sorgen Diese neue Trasse soll den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung erleichtern auf das Fahrrad umzusteigen und somit auf das KFZ zu verzichten. Auch sollen den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet werden, sicher mit dem Fahrrad in die Schule oder an den Ausbildungsplatz zu kommen. Dies ist ein wahrhafter Beitrag zu Ökologisierung des Straßenverkehrs, die dringend notwendig ist, wenn wir an die Verkehrsdichte und an die damit verbundenen Probleme wie Abgasemissionen, Lärmproduktion oder Parkprobleme in den Stadtteilen oder in der Kernstadt denken.

Herr Giesinger, der verantwortliche Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Karlsruhe, wies darauf hin, dass nach Prüfung weiterer Varianten nur die Verbreiterung des jetzigen Radweges in Frage komme. Das bedeutet aber, gewaltige Abtragungen um eine Gesamtbreite von 4,25m zu erzielen inklusive zweier Sicherheitsstreifen einmal zur Fahrbahn und einmal zur Böschung hin. Somit steht für den reinen Radweg eine Breite von 2,50m zur Verfügung. Die Böschung wird neu aufgebaut, gesichert und bepflanzt, sodass das Wettersbacher Tal nicht durch Mauerscheiben oder Gabionen in seiner Natürlichkeit beeinträchtigt wird. Dieser Punkt war und ist unserer Fraktion besonders wichtig. Diese Planung wurde in der Form einstimmig vom Ortschaftsrat angenommen.

Sie muss nun noch verschiedenen Behörden zur Genehmigung vorgelegt werden, so z.B.

  • der Forstbehörde zur Begutachtung der Waldveränderung und des damit verbundenen Waldaufbaus
  • dem Gewässerschutz
  • den Naturschutzbehörden

Des Weiteren muss die Stadt Karlsruhe für das abgetragene Gelände für Ausgleichsflächen zur Aufforstung sorgen, damit in der Gesamtbilanz keine Forstflächen verloren gehen.

Dieses Projekt ist ein Beispiel für den in der Politik immer wieder notwendigen Abwägungsprozess; die Entscheidung zwischen der Belassung der Natur in seiner jetzigen Form einerseits und der Förderung der Verkehrssicherheit verbunden mit einem Mehr an umweltfreundlichen Straßenverkehr andererseits.

Die SPD-Fraktion hat sich für diese Planung einstimmig ausgesprochen, wird aber darauf achten, dass die notwendigen Eingriffe so umweltschonend wie möglich vorgenommen werden.

Über die Tätigkeit der SPD-Fraktion werden wir Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.

Kontaktperson:

Peter Hepperle Fraktionsvorsitzender

Phone:0721/45558

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