Zu diesem Thema luden der SPD-Ortsverein Wettersbach sowie die SPD-Ortschaftsratsfraktion zu einem kommunalpolitischen Abend ein. Referent war der zuständige Dezernent Herr Bürgermeister Dr. Martin Lenz, der von Frau Kinnunen von der Jugend-und Sozialbehörde für die Klärung von Detailfragen unterstützt wurde.  Ziel dieser Veranstaltung  war die Bevölkerung, insbesondere die betroffenen Eltern,  über die derzeitige und künftige Kiga  - und Kitasituation in Wettersbach aus erster Hand zu informieren.  

Zu diesem Thema luden der SPD-Ortsverein Wettersbach sowie die SPD-Ortschaftsratsfraktion zu einem kommunalpolitischen Abend ein. Referent war der zuständige Dezernent Herr Bürgermeister Dr. Martin Lenz, der von Frau Kinnunen von der Jugend-und Sozialbehörde für die Klärung von Detailfragen unterstützt wurde.  Ziel dieser Veranstaltung  war die Bevölkerung, insbesondere die betroffenen Eltern,  über die derzeitige und künftige Kiga  - und Kitasituation in Wettersbach aus erster Hand zu informieren.  Dabei sollten folgende Problemfelder angesprochen werden:

1.       Inhalte und Folgen des Rechtsanspruchs seit 01.08.2013

2.       Kiga  - und Kita-Plätze in Wettersbach

3.       Personalversorgung s der örtlichen Einrichtungen

4.       sächliche Ausstattung

5.       Anmeldungsmodus

6.       derzeitige und geplante Standorte von Kiga  - und Kita-Einrichtungen in Wettersbach

Der Ortsvereinsvorsitzende Horst Weiland konnte zahlreiche betroffene Eltern, Elternvertreterinnen und Elternvertreter sowie Erzieherinnen und Leiterinnen unserer Einrichtungen an diesem Abend in der Waldenserschänke begrüßen. Er hob in seiner  kurzen Rede die Wichtigkeit und Aktualität dieses Themas hervor.  „Information und Diskussion“ seien die Zielsetzungen  dieser Veranstaltung.

Bürgermeister Dr. Martin Lenz hob in seinem allgemeinen Teil den Verdienst der Stadt Karlsruhe hervor, da für die Kommunen die die konkreten Maßnahmen, die sich aus dem Rechtsanspruch ergaben, eine „Herkulesaufgabe“ war.  Besonders erwähnte er war  das Programm  „600plus“, das u.a.

  1. den Ausbau von Kia-Plätzen  für 46% der unter Dreijährigen bis 2015/2016
  2. die Entwicklung von einheitlichen Qualitätsstandards in den Karlsruher Einrichtungen
  3. die Einrichtung  trägerübergreifender Anmeldungs- und Vergabetage
  4.  die Implantierung eines pädagogischen Fachdienstes

vorsah.

 

Frau Kinnunen von der Direktion der Jugend – und Sozialbehörde äußerte sich zu den o.g. Punkten 1-6 u.a. wie folgt:

zu 1.

  • Der bedarfsunabhängige Anspruch für Kinder ab dem vollendeten 1.Lebensjahr gilt  für vier Stunden täglich an fünf Tagen
  • Bei unter Einjährigen  besteht Bedarf, wenn die Erziehungsberechtigten  einer Erwerbstätigkeit nachgehen  oder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

zu 2.

Derzeit gibt es drei Kita-Einrichtungen in Wettersbach

  • 1 viergruppige  städt.Kita mit 74 Plätzen; 12 Plätze U3 (ab 2.Lebensjahr) und 62 Plätze Ü3
  • 1 dreigruppige evangelische Kita mit 55 Plätzen;  9 Plätze U3 ( ab dem 2. Lebensjahr) und 46 Plätze Ü3
  • 1 viergruppige katholische Einrichtung; 22 Plätze U3 (ab 2.Monat-3Jahre, 2Plätze von 2-3 Jahre) 40 Plätze Ü3 (3 Jahre-Schuleintritt)

zu 3.

  • Die derzeitige Personalsituation nennt Frau Kinnunen recht stabil und zeichnet sich durch einen hohen Grad von Kontinuität aus.

zu 4.

  • Von der Stadt Karlsruhe werden, je nach Anzahl der Gruppen,  nur Erstausstattungen mit Mobiliar bezuschusst. Pädagogisches Material muss vom Träger beschafft und bezahlt werden.

zu 5.

  • Frau Kinnunen informierte die Anwesenden darüber, dass seit Januar 2014 alle öffentlich geförderten Kindertageseinrichtungen  auf das Kita-Portal umgestellt haben und somit alle Anmeldungen  über dieses Online-Platzvergabeverfahren zu erfolgen haben.

zu 6.

  • In unseren Ortsteilen besteht derzeitig ein hoher Fehlbedarf an Betreuungsplätzen.  Die amtlichen Zahlen  weisen in beiden Ortsteilen augenblicklich insgesamt einen Fehlbedarf von 39 U3-Plätzen und 39 Ü3 Plätzen  aus. Dazu sind folgende Maßnahmen geplant:
    • Provisorium Pavillon (September 2015 bis August 2016) mit insgesamt 30 Plätzen
    • Kita Altes Schulhaus Zur Dorfwies (ab September 2016) mit
  • einer Krippengruppe ( 10 Plätze U3)
  • zwei altersgemischten Gruppen (10 Plätze U3, 20 Plätze Ü3)
  • einer Gruppe Ü3 (20 Plätze ab 3 bis zum Schuleintritt)

Rein rechnerisch werde, so weist es die Statistik aus, der Betreuungsbedarf sich auf 19 Plätze U3 reduzieren.

 

In der sich anschließenden engagierten Diskussion wurden folgende Punkte angesprochen:

  1. Etliche Eltern aus dem Neubaugebiet Ob den Gärten können ihre Kinder nicht in die Kita-Palmbach schicken, da die Aufnahmekapazitäten begrenzt sind. An diesem Umstand kann, so ärgerlich er auch ist, nichts geändert werden, da keine Erweiterungsmöglichkeiten der Kita-Palmbach bestehen.
  2. Etliche Fragen aus dem Publikum betrafen den Anmeldemodus für die provisorische Kita in Grünwettersbach. Frau Kinnunen versicherte, dass sobald der Träger für diese Kita feststehe, die Anmeldung über das Internetportal  ermöglicht werde.
  3.  Kritische Stimmen gab es auch zum Thema Streik an der kommunalen Kita in Palmbach. Herr Bürgermeister Dr.Lenz,  betonte, dass bei einem Streik es keine Notversorgung und keine finanzielle Entschädigung gebe. Der Grund liege in der grundgesetzlichen Verankerung des Streikrechts.
  4. Der Fraktionsvorsitzende Peter Hepperle versicherte, dass die SPD-Fraktion für die Erhaltung des Provisoriums im Pavillongebäude so lange votieren würde, so lange es einen Fehlbedarf  beim U3-Bedarf gebe. Dem stimmten auch Frau Kinnunen und Bürgermeister Dr.Lenz zu.

 

Die Versammlung hat zusammen  mit BM Dr.Lenz vereinbart, dass nach der Sommerpause eine Folgeveranstaltung stattfinden werde um die Veränderungen bzw. anstehenden Probleme weiter zu diskutieren.